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Ärztestatistik 2014 der Bundesärztekammer erschienen

von wirtschaftstelegraph

Der aktuellen Ärztestatistik der Bundesärztekammer zufolge hat sich die Zahl der bei den Landesärztekammern gemeldeten ärztlich tätigen Medizinern um 2,2 Prozent auf 365.247 erhöht. Dennoch reiche dieses Plus nicht aus, um medizinische Versorgungslücken zu schließen. Work-Life-Balance auch bei Ärzten beliebt Die Prioritäten der nachfolgenden Mediziner verschieben sich immer mehr. Sie stellen berechtigte Anforderungen an ihren Arbeitsplatz, wie Work-Life-Balance und flexible Arbeitsmodelle. Folglich lassen sich immer mehr Ärzte auf eine Einstellung statt Niederlassung ein. Wachsender Trend: Einstellung statt Niederlassung Die Anzahl der angestellten Ärzte im ambulanten Bereich stieg von 5.397 seit 1993 auf 26.307. Die Zahl der Ärztinnen ist ebenfalls gestiegen auf 45,5 Prozent. Auch die Zahl der Ärzte in der Teilzeit zwischen 2001 und 2011 ist von 31.000 auf 54.000 gestiegen. Laut Umfrageergebnissen planen bereits 32 Prozent der niedergelassenen Ärzte bis 2020 aufzugeben. Demographie Wandel: Deutsche werden alt Auch die Bevölkerung ist im Wandel. Heute werden fünf Prozent älter als 79 Jahre. Diese Zahl wird bis 2060 auf etwa 13 Prozent steigen. Das Phänomen ist bekannt: Je älter die Bevölkerung desto höher ist die Behandlungsintensität und damit steigt die Nachfrage auch nach Ärzten. Statistisch bewiesen ist, dass Deutschlands Bevölkerung in der gesamten EU am ältesten ist und weltweit besetzt Japan den ersten Platz. Das bedeutet, dass bis zum Jahr 2030 ungefähr 111.000 Ärztinnen und Ärzte in Krankenhäusern fehlen werden. Ärzte werden älter und wandern aus Auch die Ärzteschaft altert: Der Anteil der unter 35-jährigen Ärzte im Jahr 2014 lag bei 18,3 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 1993 waren noch 26,6 Prozent der Ärzte jünger als 35 Jahre. Viele Ärzte wandern zudem auch aus. 2.364 Ärzte sind im vergangenen Jahr ins Ausland gegangen. Beliebte Länder sind dabei die Schweiz (754), Österreich (285) und die USA (131). Entlastende Ärztezuwanderung Entlastend wirkt dabei die Zuwanderung. Die Zahl der in Deutschland gemeldeten ausländischen Ärztinnen und Ärzte ist im Jahr 2014 um 3.768 auf 39.661 gestiegen. Zumeist kommen sie aus Europa (72,3 Prozent). Vor allem bei der medizinischen Versorgung in den ländlichen Regionen helfen sie aus. Dennoch müssen mehr Ärzte ausgebildet werden. Derzeit gibt es etwa 10.000 Studienplätze für Medizin. Es müssten mindestens 10 Prozent mehr geben, aber das Engagement von Bund und Ländern würden in dem Bereich fehlen. Hier geht es zur gesamten Ärztestatistik: www.baek.de/Statistik14. (Redaktion)

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