Startseite Handel Bis zu 86 Prozent mehr Paketvolumen im E-Commerce: Corona-Effekt führt nun zu einer beispiellosen Peak Season

Bis zu 86 Prozent mehr Paketvolumen im E-Commerce: Corona-Effekt führt nun zu einer beispiellosen Peak Season

von wirtschaftstelegraph

Es bleiben kaum mehr drei Wochen, bis der Black Friday die “Peak Season” für den E-Commerce eröffnet. Jedes Jahr werden in der Weihnachtszeit unzählige Pakete verschickt. 2020 wird da keine Ausnahme – das belegt bereits der aktuelle Trend. Angesichts der derzeitigen Situation ist es schwer vorstellbar, Besorgungen und Geschenke zur Vorbereitung auf die Feiertage wie immer in der Innenstadt einzukaufen. Laut neuen Daten von Sendcloud, der All-in-One-E-Commerce-Versandplattform für Online-Händler, ist das Paketvolumen in Europa aktuell immer noch 21 Prozent höher als erwartet. Wie sich das auf den Versand in der Peak Season im November und Dezember auswirkt, zeigt Sendcloud.

Höhepunkt beim Black Friday

Die Peak Season steht im Zeichen der Feiertage. Vor allem am Black Friday und dem Cyber Monday geben Menschen viel Geld für Geschenke und andere Einkäufe aus. Dementsprechend nimmt das Paketvolumen ab Oktober Jahr für Jahr rapide zu. Voraussichtlich fällt die Peak Season in diesem Jahr aber so stark wie nie zuvor aus. Sendcloud rechnet bei dem diesjährigen Paketvolumen mit einer zusätzlichen Steigerung von 21 Prozent. Grund dafür ist der Corona-Effekt, der auch in der Peak Season bestehen bleibt. Aufgrund der neuen staatlichen Maßnahmen besteht jedoch die Möglichkeit, dass diese Zahl in den kommenden Wochen möglicherweise weiter steigt.

Obwohl das diesjährige Versandvolumen weit höher als jemals zuvor ist, lassen sich Parallelen im wöchentlichen Wachstum mit den letzten Jahren erkennen. Die Zunahme beginnt circa ab dem Singles Day (+29 Prozent) und erreicht am Wochenende nach dem Black Friday ihren Höhepunkt (+82 Prozent). Auch in der Woche vor Weihnachten kommt es nochmal zu einem Hoch mit einem um 69 Prozent erhöhten Paketvolumen. Daher gilt es, die Geschenke frühzeitig zu bestellen, damit die Pakete rechtzeitig auf dem Weg sind. Danach nimmt das Volumen langsam wieder ab. Ein normales Niveau erreicht es aber erst wieder nach Weihnachten. Was gegenüber den Vorjahren ungefähr gleich bleibt, ist die jeweils wöchentliche Zunahme.

„Dem E-Commerce steht eine beispiellose Peak Season beim Paketvolumen bevor. Online-Händler müssen deshalb alle Hebel in Bewegung setzen, um pünktliche Lieferungen zu ermöglichen und Kunden damit ein nachhaltig positives Einkaufserlebnis im Internet zu bieten. Wir empfehlen daher, mit mehreren Zustellern zusammenzuarbeiten, so dass Online-Händler bei Überlastung eines Paketdiensts problemlos auf einen alternativen Zusteller umsteigen können. Es gilt außerdem, Deadlines für garantierte Lieferungen vor den Weihnachtstagen klar zu kommunizieren und Kunden mit Track & Trace über mögliche Verzögerungen auf dem Laufenden zu halten. Durch die direkte Kommunikation klarer Lieferzeiten an den Kunden erhöhen die Einzelhändler zudem die Chance, dass die Verbraucher beim ersten Lieferversuch zu Hause sind. Auf diese Weise wird das Paketnetz nicht unnötig belastet und an den Postfilialen entsteht erst gar keine Hektik – etwas, das wir in der gegenwärtigen Situation vermeiden sollten“, sagt Rob van den Heuvel, CEO und Mitbegründer von Sendcloud.

Auswirkungen auf und Tipps für den Versand

Der Versand in der Peak Season ist für Online-Händler jedes Jahr eine große Herausforderung. Sie müssen sich auf das erhöhte Paketvolumen vorbereiten und wissen, wann es eventuell zu Verzögerungen kommt. Zu beachten ist auch eine starke Zunahme an Retouren, die mit dem hohen Maß an Bestellungen einhergeht. Bis mindestens Mitte Januar sind viele Online-Händler mit diesen Retouren beschäftigt. Doch wie können sich Händler für den kommenden Ansturm wappnen?

1. Online Store vorbereiten und Versand optimieren

In wenigen Tagen steht der Black Friday vor der Tür. Noch ist genug Zeit, um alle Vorbereitungen zu treffen, damit der eigene Online-Shop für den Ansturm gewappnet ist. Zu prüfen ist daher, ob das Hosting mit weitaus mehr Traffic zurechtkommt und mögliche Engpässe – von der Besucheranzahl im Onlineshop bis zur Auftragsabwicklung – sollten Online-Händler vermeiden. Auch die Versandkapazität sollten diese im Blick behalten. Aufgrund des hohen Paketvolumens ist es für einige Paketdienste eine Herausforderung, in der Spitze mit der Nachfrage mitzuhalten. Um eine schnelle Lieferung zu gewährleisten, kann es durchaus interessant sein, temporär alternative (Premium) Lieferdienste anzubieten. So ist der Store für den Ansturms gerüstet und es steht eine für den Kunden attraktive Alternative zur Verfügung.

2. Kunden mit Track & Trace auf dem Laufenden halten

Darüber hinaus gehört die Kundenkommunikation zu den Erfolgsfaktoren. Kunden wollen proaktiv und transparent über Lieferzeiten und Rückgaberichtlinien informiert werden. Hilfreich ist es dementsprechend auch, ihnen das späteste Bestelldatum für eine rechtzeitige Lieferung mitzuteilen. In der Peak Season sind Verzögerungen zumeist nur schwer zu vermeiden. Sie offen zu kommunizieren, beugt negativen Überraschungen bei Kunden vor. Wenn das Paket auf dem Weg zum Kunden ist, ist es beispielsweise auch empfehlenswert, den Empfänger mit Track & Trace auf dem Laufenden zu halten. So ist er stets darüber informiert, wo sich sein Paket gerade befindet. Die Nachverfolgbarkeit erhöht zudem die Wahrscheinlichkeit, dass die Kunden zuhause sind, wenn das Paket ankommt. Das erhöht nicht nur die Zufriedenheit der Kunden, es sorgt in der aktuellen Situation auch dafür, dass der Weg in den Paketshop – und damit unnötige Kontakte – möglichst vermieden werden.

3. Den Retourenprozess automatisieren

Auch wenn das Versandvolumen nach Weihnachten langsam wieder abnimmt, ist die Peak Season für Online-Händler noch lange nicht vorbei. Bis weit in den Januar hinein werden Sie mit Retouren beschäftigt sein. Händler sollten deshalb auch darüber nachdenken, ihren Bestellvorgang und Retourenprozess zu automatisieren, um für mehr Effizienz zu sorgen und dadurch die eigene Fehlerquote zu reduzieren. Ein Retourenportal hilft Kunden und Händlern gleichermaßen und vereinfacht den gesamten Prozess. Kunden können dort nicht nur angeben, welchen Artikel sie retournieren wollen. Sie können im Portal auch direkt entscheiden, in welcher Form die Retoure stattfinden soll. Der Online Händler behält dabei in jeder Phase des Vorgangs den Überblick und die Retoure ist schnell abgewickelt.

Weitere Tipps zur Bewältigung der Peak Season 2020 und ein Leitfaden zur Automatisierung des Versands sind im neuen Whitepaper von Sendcloud zu finden.

Bildquellen

  • Peak Season DE 2020: Sendcloud

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