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Wirtschaftsministerium fördert ERP-Umstieg für mehr Digitalisierung

von wirtschaftstelegraph

Mit einem gezielten Förderprogramm unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie seit einigen Monaten vor allem die mittelständischen Unternehmen in Deutschland. „Mit ‚Digital Jetzt‘ erhalten die Firmen umfangreiche finanzielle Starthilfe, um die eigene Digitalisierung voranzutreiben. In produzierenden Unternehmen steht dabei das ERP-System an erster Stelle, an dem sich alle weiteren Digitalisierungsprozesse orientieren“, sagt Christian Biebl, Geschäftsführer von Planat. Das Stuttgarter Softwareunternehmen bietet mit FEPA eine förderfähige ERP/PPS-Lösung, mit der mittelständische Unternehmen in wenigen Wochen digitale Prozesse etablieren können. Derweil sind sich die Unternehmen sicher, wie der Stellenwert eines ERP-Systems für die Digitalisierung ist: 52 Prozent sehen ERP als sehr wichtig, 48 Prozent als wichtig im Rahmen einer digitalen Strategie an. Für die Studie „ERP-Herausforderungen“ befragt Planat regelmäßig Firmen aus dem produzierenden Mittelstand – zuletzt wurden bis Ende Januar 2021 250 Unternehmensvertreter befragt.

Zuschüsse auch für Fortbildung

Um mittelständischen Betrieben die Umsetzung der Digitalisierung zu erleichtern, bietet das neue Förderprogramm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“ nicht nur finanzielle Zuschüsse für digitale Technologie, sondern auch für Investitionen in die Qualifizierung der Beschäftigten zu Digitalthemen. „Digitalisierung ist ein Prozess, der nicht nur mit Software alleine funktionieren kann. Neben der Qualifikation ist auch die Akzeptanz der Mitarbeiter ein Schlüssel für den Erfolg“, sagt Christian Biebl von Planat. Mehr Effizienz im Unternehmen steht dabei auch für Nachhaltigkeit: „Neben der aktuellen Krisenbewältigung müssen wir daher die Segel auch auf Zukunft setzen und den Wandel gemeinsam gestalten. Es geht jetzt darum, die Weichen so zu stellen, dass wir diese Herausforderung angehen und unsere Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft fit machen für die Zukunft“, sagt dazu Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Weitere Digitalisierung

Der Zusammenhang von Cloud-Computing und automatisierter Produktion wird dabei immer stärker werden, sind sich die für die Studie „ERP-Herausforderungen“ befragten Firmenvertreter sicher. 72 Prozent stimmen dem zu, und sehen zudem die Kommunikation zwischen Maschinen als weiteren entscheidenden Faktor (88 Prozent). „Die Wirtschaft muss sich vom Denken in Silos abwenden. Unternehmen sind auch durch Corona und damit verbundene Maßnahmen heute mehr denn je auf digitale Technologie angewiesen. Zudem arbeiten Tools wie Business Intelligence oder Künstliche Intelligenz generell bereichsübergreifend und bieten noch weitere Chancen auf eine Optimierung der Prozesse. Wer über eine Förderung nachdenkt, sollte allerdings schnell machen: Zwar läuft das Programm bis Ende 2023, Förderanträge nach dem 30.06.2021 erhalten allerdings jeweils eine um 10 Prozentpunkte niedrigere Förderquote.

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